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18. February 2008

Die Tomate

Filed under: Die Tomate — admin @ 13:25

Die (Solanum lycopersicum L.), in Österreich Paradeiser oder auch Paradiesapfel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse. Damit ist sie unter anderem eng mit der Kartoffel (Solanum tuberosum), der Tollkirsche, der Alraune, der Engelstrompete, der Petunie und dem Tabak verwandt.

Lange als Liebesapfel oder Goldapfel bezeichnet, erhielt sie ihren heute gebräuchlichen Namen „“ erst im 19. Jahrhundert. Dieser leitet sich von xitomatl ab, dem Wort für diese Frucht in der Aztekensprache Nahuatl. Umgangssprachlich wird vor allem die als Obst und Gemüse verwendete rote Frucht als bezeichnet. Ehemalige botanische Namen und Synonyme: Lycopersicon esculentum, Solanum esculentum oder Lycopersicon lycopersicum.

Tomatenpflanzen sind kräftige, krautige Pflanzen, die meist einjährig, zum Teil aber auch mehrjährig sind. Der gedrungene, stark verzweigende, mehr oder weniger sukkulente bis fast holzige Sproß ist schwach flaumhaarig bis schwach borstig behaart, oftmals klebrig-drüsig. Ohne Unterstützung wird die zunächst aufrecht wachsende Pflanze später niederliegend oder selten kletternd. Die Blätter sind unpaarig bis doppelt gefiedert, besitzen keine Nebenblätter, die zwei bis vier Paare der Hauptteilblätter stehen an kleinen Blattstielen und sind 3 bis 10 cm lang, in etwa halb so breit, eiförmig bis lanzettlich, ganzrandig-gelappt bis fiederartig geteilt und schwach flaumhaarig oder auf der Teilblatthauptachse drüsig behaart. Die manchmal nicht ausgebildeten, kleineren Teilblätter sind wenige Millimeter bis zu 2 cm lang und ganzrandig.

Die Blüten stehen in einfachen traubenförmigen Blütenständen aus meist vier bis fünf, selten bis zu zehn Blüten, an 1 bis 1,5 cm langen Blütenstielen, die in der Mitte oder etwas oberhalb gelenkartig gebogen sind. Der Blütenkelch ist fünf- bis acht- oder zehnteilig, die einzelnen Kelchblätter sind bis fast zur Basis nicht verwachsen und in etwa 1 cm lang und 1 mm breit. Die zitronengelben Kronblätter sind zu einem Viertel bis zur Hälfte miteinander verwachsen, lanzettlich zugespitzt mit zurückgebogenen Kronlappen. Sie sind etwa 1 cm lang oder etwas länger, unbehaart oder vor allem an der Spitze mehr oder weniger flaumhaarig. Die fünf, acht oder zehn Staubblätter teilen sich recht zeitig in der Blühphase in zwei oder drei Gruppen, die fast aufsitzenden Antheren sind etwa 5 mm lang. Die Staubfäden sind beinahe komplett miteinander verwachsen und bilden einen engen Ring an der Blütenbasis. Die Pollen sind mit 20 bis 27 µm klein, die Pollenkornoberfläche ist netzartig. Der Griffel ist leicht hervorstehend, der Fruchtknoten ist unbehaart.

Die Frucht ist eine meist drei- bis zehnkammerige Beere die oft abgeplattet kugelförmig ist. Die Farben der reifen Früchte variieren zwischen rot, dunkelrot-braun, rötlich-gelb, gelb-grünlich oder weißlich. Das Perikarp ist saftig mit einer glänzenden, unbehaarten oder flaumigen Oberfläche. Während der Ausbildung der Frucht vergrößert sich der Blütenkelch, die Kelchblätter biegen sich zurück.

In den Früchten befinden sich bis zu 250 ellipsoid-eiförmige, flache Samen mit einem dicken, einzigartigen Episperm, welches von einer Schleimschicht umgeben ist. Wird diese Schleimschicht entfernt oder trocknet ein, scheint die Samenoberfläche von trichomartigen Härchen bedeckt zu sein. Dies sind jedoch zugespitzte, longitudinale Verdickungen einzelner Zellen der äußersten Zellschicht der Samenhülle. Der gewundene Embryo besitzt Kotyledone, die fast genauso lang sind wie der restliche Embryo, das ihn umgebene Endosperm ist relativ spärlich.[1]

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